Turnverein Endingen

Der Dorfverein im Surbtal mit langer Tradition. Unsere Abteilungen Kinderhandball, Jugendriege und Turner betreiben wir mit grosser Leidenschaft.

Bergturnfahrt zwischen Staudämmen und Steinböcken

Ein eindrückliches Wochenende liegt hinter den Turner des TV Endingen. Die Bergturnfahrt führte sie in die Glarner Alpen, wo beeindruckende Landschaften, spannende Tierbegegnungen und technische Meisterwerke auf sie warteten.

Frühmorgens startete die achtköpfige Gruppe bei der Talstation Tierfehd im Linthal und machte sich direkt an den Aufstieg. Vor ihnen lagen rund 1.800 Höhenmeter bis hinauf zur Muttseehütte. Die Möglichkeit, die ersten 1.000 Höhenmeter mit der Luftseilbahn abzukürzen, wurde als zu „einfach“ eingestuft und nutzte daher keiner der Turner. Der Weg führte vorbei an Bergbächen, Wasserfällen, Gämsen und Passagen mit Stahlkette zum Festhalten. Die letzten Höhenmeter mussten sogar über teils schneebedeckte Hänge erkämpft werden. Die Waden brannten, als auf 2.570 Metern der höchste Punkt erreicht war. Ob nun einige die Luftseilbahn-Variante gewählt hätten, bleibt wohl ein Geheimnis der Glarner Alpen. Die Erleichterung war sichtbar, als es von dort aus erstmals seit dem Start den letzten Kilometer bergab Richtung Muttseehütte ging. Mitte Nachmittag blieb genügend Zeit, um die nähere und weitere Umgebung der SAC Hütte zu erkunden. Für einige ging es zum nahegelegenen Muttsee Staudamm, der der längste der Schweiz ist, während zwei Turner noch nicht genug hatten und zur 3,6 Kilometer entfernten Kistenpasshütte wanderten. Danach genoss die Gruppe den geselligen Abend mit Spielen, Gesprächen und einem eindrucksvollen Sternenhimmel bei Vollmond. 

Am Sonntag nach dem Morgenessen wurden die Turner von einigen Steinböcken begrüsst, als es an den Abstieg ging. Vom Muttenchopf bot sich ein wunderbarer Blick auf den türkisfarbenen Limmernsee und die umliegenden Berge. Unten angekommen konnte man die mächtige Staumauer des Sees besichtigen und die eindrücklichen Anlagen des Kraftwerks kennenlernen. Die beiden Stauseen gelten als riesiger Energiespeicher für die Schweiz und zählen zu den grössten Pumpspeicheranlagen Europas. Der Rückweg führte durch den 3,5 Kilometer langen Stollen zurück ins Linthal und mit der Luftseilbahn ins Tal. Auf dem Heimweg besichtigten die Turner noch den imposanten Holzstier MuniMax vom Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest. Zufrieden erreichte die Gruppe das Surbtal, wo eine Glace das Wochenende abrundete.