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Erstes Junioren-Training mit Schutzkonzept

Ein Erlebnisbericht aus Trainersicht

Die Vorarbeit

Bereits die Vorbereitungsarbeiten für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs nahmen einige Zeit in Anspruch. Sobald das BASPO das Handball-Schutzkonzept des Verbandes akzeptiert hatte, trafen sich die Trainer der Leistungsteams der HSG zum Skypemeeting, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Die Rahmenbedingungen sehen vor, dass sich maximal 5 Personen in einer Zone aufhalten dürfen, die genügend Platz für die vorgeschriebenen Abstände bietet. Eine normale Dreifachhalle kann daher in maximal 3 Zonen aufgeteilt werden. Zugleich muss bei jeder Gruppe eine Aufsichtsperson dafür sorgen, dass die Distanz- und Hygieneregeln eingehalten werden.
Das erste Problem war somit, für jedes Training 2 bzw. 3 Trainer gleichzeitig einzuteilen. Jedes Trainergespann definierte daher für sich, ob und welche Trainingsangebote für sie und ihr Team möglich und sinnvoll waren.
Zudem wurde schnell klar, dass ab 11. Mai nur wenige Hallen überhaupt für Sportvereine geöffnet sein würden. Für die HSG Aargau Ost stand vorerst aber immerhin das privat betriebene GoEasy zur Verfügung. Daher einigten sich die Vereine aus Platzgründen darauf, vorläufig nur mit den Leistungsteams zu starten.
Als nächstes wurde das Schutzkonzept auf die Verhältnisse der eigenen Hallen angepasst, mit den Hallenbetreibern abgestimmt und die einzelnen Teams in 5er-Gruppen aufgeteilt. Hier kam die nächste Hürde, weil die meisten Teams aus mehr als 15 Spielern bestehen. Es wurden teamübergreifende Lösungen gesucht und einzelne Spieler temporär in andere Trainingsgruppen „transferiert“. Ebenfalls wurden die Torhüter so verteilt, dass möglichst in jeder 5er-Gruppe ein Torhüter vorhanden war.
Der letzte Schritt bestand nun noch darin die Halle so einzurichten, dass die Vorgaben des Schutzkonzeptes eingehalten werden können. Das beinhaltete die Kennzeichnung der Sektoren für Spieler und Trainer (inkl. Materialdepots für Schuhe/Taschen etc.), Bereitstellen der Desinfektions- bzw. Reinigungsmittel und Harzdosen, getrennt nach Sektoren. Auch die Eingänge und Ausgänge mussten separiert und signalisiert werden, damit sich die Teams vor bzw. nach dem Training nicht kreuzen.
Für unser Trainerteam bedurfte es ebenfalls zusätzliche Kommunikation und Absprachen, wie genau das Training ausgestalten sein sollte. Wir entschieden uns für drei Stationen (Laufen, Kraft und Passen-/Fangen) und jeder Trainer übernahm eine davon. Ich persönlich habe auch deutlich mehr Zeit für die Planung benötigt wie sonst.

Training mit den Junioren U17 Inter 1

Die Besammlung fand vor dem im Schutzkonzept gekennzeichneten Hintereingang der Halle, 10 Minuten vor dem Training statt, natürlich im Abstand von jeweils zwei Metern. Weil aktuell keine Garderoben geöffnet sind, kamen alle bereits umgezogen. Die Freude über das persönliche Treffen und das bevorstehende Training war allen ins Gesicht geschrieben und ersetzte die durch Regenwolken bedeckte Sonne.
Für das U17 Inter 1 war es das erste Training in einem, aus vielen verschiedenen Partnervereinen neu zusammengestellten Team und einige kannten sich noch gar nicht oder nur vom Sehen, oft zuvor als Gegner auf dem Platz. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden die geltenden Regeln in der Halle erklärt und die 5er-Gruppen formiert. Der Einlass fand geordnet in den 5er-Gruppen statt, die zuerst ihre Hände desinfizierten und sich danach in die angeschriebenen Sektoren, bzw. zu ihrem zugewiesenen Materialplatz begaben. Im Anschluss übernahmen die Trainer ihre erste Gruppe. Wir hatten uns entschieden, bei schönem Wetter, jeweils mit einer Gruppe ausserhalb der Halle zu trainieren. Der Vorteil dabei ist, dass dann der freie Mittelsektor durch die Trainer betreten werden kann.

Mein Part war der Kraftteil. Dafür brauchte es Matten, welche die Spieler selber einzeln aus dem Geräteraum holten. Weil ich im Voraus nicht genau wusste, wie die Kommunikation aus der Distanz verlaufen würde, hatte ich die geplanten Übungen aufgeschrieben (wenn möglich noch mit Bildserien dargestellt) und ausgedruckt. Jeder Spieler konnte sich zur Hilfe ein Blatt mitnehmen. Wie sich herausstellte, wäre das nicht nötig gewesen, da es in der Halle enorm still war und der Rahmen mit 5 Spielern, trotz Abstand, sehr intim ist. Bei einer Übung, die ich selber nicht vormachen kann, war es jedoch einfacher für mich, auf die Bilder zu verweisen. Schwierig als Distanztrainer, sind Korrekturen anzubringen. Hier braucht es Erfahrung und Ideen, wenn Botschaften nicht ankommen. Sei es, das Vorzeigen durch Mitspieler oder Tipps von ihnen, aus einer anderen Perspektive. Positiv aus Trainersicht ist die enge Interaktion mit einer kleinen Gruppe, die individuell vieles möglich macht. Die Spieler sind noch fokussierter und lenken sich wenig ab, auch weil ein Gespräch auf 2m ganz und gar nicht privat ist und daher seltener stattfindet. Für die Spieler ist es auch eine Herausforderung, die Dauerinputs zu verarbeiten, welche nun viel intensiver auf sie einwirken. Die letzte Aufgabe der Gruppe war jeweils das Desinfizieren der Matten, damit die nächste Gruppe sie keimfrei benutzen konnte. Die Wechsel der Gruppen mussten ebenfalls koordiniert werden, was noch nicht ganz einwandfrei verlief, auch weil wir Trainer nicht bedacht hatten, das genau zu definieren oder das Timing nicht ganz stimmte.

Fazit zum Trainingsstart

Bereits bei der virtuellen Trainerkonferenz zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes war spürbar, wie engagiert und motiviert die Leiter sind, ihre Schützlinge wieder in der Halle zu treffen und auch meine Vorfreude war riesig. Dieser Schritt und das Wagnis in Richtung Normalität tat gut.
Obwohl Vorarbeit und Ausführung einige Zeit beansprucht hatten, war ich sehr froh, dass wir jetzt wieder direkt mit den Junioren arbeiten konnten und auch für sie war gut, dass sie diese Strukturen wieder hatten. Nur wenige sind nämlich fähig und motiviert, sich auf Dauer alleine zu quälen und fit zu bleiben.
Erfreulich war auch, dass die Eltern uns ihre Kinder anvertrauten und keiner aus Angst vor Ansteckung dem Training fern blieb. Wir geben unser Bestes, um weiterhin den grösstmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Monika Naprstek
HSG Aargau Ost U17 Inter

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