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Sa. 03.10.2020, 18.00 Uhr, GoEasy, Stat. Siggenthal
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„Nicht so weit oben erwartet“

Die Zweitliga-Handballer der SG Zurzibiet-Endingen können auf einen positiven Vorrundenverlauf zurückblicken

Hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter STV Baden sind sie an zweiter Stelle klassiert.

(fs) – In der Altjahrswoche bietet sich die Gelegenheit, um Rückschau zu halten. Im Gespräch mit David Braun ist zuerst vom letzten Ernstkampf die Rede, dem Cup-Halbfinal gegen den HC Hopfenperle in der Aarauer Schachenhalle. „Dort ist für uns ein wenig mehr möglich gewesen als das 18:27, aber nur in Bezug auf ein knapperes Resultat und nicht auf den Sieg. Der Gegner war in allen Belangen überlegen und hätte einen Gang höher schalten können, wenn es nötig geworden wäre. Das wurde dadurch bestätigt, dass unsere Drittliga-Mannschaft tags darauf im Final mit 15 Toren Differenz verloren hat.“

Neuland in mancherlei Hinsicht

David Braun ist mit Jahrgang 1987 der Teamsenior. Ob er vor Saisonbeginn beim Blick auf die neu eingeteilte Gruppe 5 gedacht hat, bei Meisterschaftshälfte mit 15 Punkten auf Rang zwei zu stehen, lautet seine Antwort: „Nein, ehrlich gesagt habe ich uns weiter hinten gesehen. Es sind sogar noch ein paar Zähler mehr dringelegen. Aber klar, bei drei Unentschieden und dem einen oder anderen knappen Sieg hätten es auch weniger sein können. Das scheint jedem vollauf bewusst zu sein.“

Als Hauptgrund nennt David Braun den guten Zusammenhalt und funktionierenden Teamgeist. Ebenso haben die Zurzibieter Handballer einen Mix zwischen sehr Jungen und etwas Erfahrenen in ihren Reihen. Es gibt Spieler, die über individuelle Klasse verfügen und für die Entscheidung sorgen können. Den Stellenwert beurteilt er wie folgt: „Städtli marschiert vorneweg, dahinter ist von Position zwei bis ganz hinten leistungsmässig alles mehr oder weniger zusammen. Das haben wir zuletzt bei der Niederlage in Jegenstorf erfahren müssen. Allgemein ist das Niveau eher bescheiden, meiner Meinung nach gibt es stärkere Zweitliga-Gruppen.“

Erstes Ausrufezeichen gesetzt

Der Auswärtssieg in Brugg, wo es bislang deftige Niederlagen gab, erwies sich als Initialzündung. Nach vier Runden standen die Gastgeber auf dem zweiten Rang. Deshalb war es für die HBZ-Equipe wichtig, einen vorne platzierten Gegner zu schlagen, da sie selber noch nicht recht in Fahrt kamen. Von Seiten der heimischen Zuschauer hiess es eine Woche später, dass es sich beim 26:21 gegen die HSC Suhr/Aarau um die beste Leistung handelte. „Für mich zählten die Auftritte gegen Lyss und Brugg zur gleichen Kategorie“, findet David Braun. „Wenn ich an den Cup denke, war der 80-minütige Krimi gegen Mutschellen ebenfalls recht gut. Als Spieler ist es oftmals schwieriger einzuschätzen, und von draussen kann die besagte Partie gegen Suhr/Aarau schon die Beste gewesen sein.“ Sie war sicher eine der wenigen, die schon einige Minuten vor Schluss entschieden war.

Einen turbulenten Verlauf nahm Match Nummer 10 im solothurnischen Biberist, wo ein Achttore-Vorsprung aus den Händen gegeben wurde. David Braun’s Kommentar: „Natürlich war das 24:24 ärgerlich. Wir hatten alles im Griff, bis der Gegner die Deckung umstellte und uns den Schneid abkaufte. Nick Grossrieder ist früh ausgefallen, womit eine Option im Rückraum gefehlt hat. Nichts gegen die Schiedsrichter, denn wir haben es selber verbockt.“ Wenn es noch länger gegangen wäre, hätten sie sogar verloren. Hoffentlich hilft ihnen der Patzer, es zukünftig besser zu machen.

Devise: Jedes Mal profitieren!

Gehört es zum Lernprozess, dass der Sack nicht immer zugemacht wurde? „Ganz klar“, findet David Braun. „Es fehlt die Routine, und in heiklen Situationen kommt schnell eine gewisse Nervosität auf. Mit jedem Spiel, das wir gewinnen oder halt auch mal verlieren, lernen wir dazu. Wir sollten fähig sein, das zu vermeiden. Aber es wird wieder vorkommen, was den Sport ja so spannend macht.“

Den Ausfall des nominellen Kreisläufers Fabio Indri, der sich das hintere Kreuzband am rechten Knie gerissen hat, bezeichnet David Braun als herben Verlust. „Das ist bitter, in erster Linie für ihn sowie das gesamte Team. Dass er eine Stütze ist, sieht man an seiner persönlichen Statistik. Nicht nur handballerisch, sondern auch menschlich ist er eine Bereicherung.“ Er wird in der Rückrunde auf dem Feld fehlen. Dies haben die Zurzibieter zu akzeptieren und wegzustecken, zumal es Alternativen gibt.