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Abstand nach nicht gewerteter Saison

Den Zurzibieter Zweitliga-Handballern ist es gleich ergangen wie den anderen, als mit dem Meisterschaftsabbruch vor knapp fünf Wochen das Hobby keine Priorität mehr hatte.

(fs) – Am 13. März 2020 hat der Verband wegen dem Coronavirus die Saison vorzeitig beendet. Sieben Tage später kam die Meldung, dass es auch keine Wertung gibt.
Die erste Frage an Trainer Lukas Erne: Wie hat die Mannschaft darauf reagiert? „Alle sind enttäuscht gewesen, nicht mehr spielen zu können. Es waren noch drei Ernstkämpfe und das traditionelle „Duschifest“ ausstehend. Rückblickend war es der absolut richtige Entscheid, den Spielbetrieb auf Profi- und Amateurstufe einzustellen. Aus heutiger Sicht ist der soziale Abstand das einzig richtige.“

Rückblick auf sportlichen Verlauf

Die SG Zurzibiet-Endingen war lange Zeit Tabellenzweiter, doch nach einer Negativserie fiel sie auf Platz sechs zurück. Dazu erwähnt Lukas Erne: „Die Jungs haben gezeigt, wozu sie fähig sind. Beim letzten Heimmatch gegen Biberist wurde in der ersten Hälfte ein richtiges Feuerwerk gezündet. So war es auch im Regionalcup, als der 1. Liga-Absteiger aus Mutschellen gegen uns locker weiterkommen wollte. Das liessen wir in der zweiten Verlängerung nicht zu. Ebenso beim Drittligisten in Frick, der mit Spielern aus dem 1. Liga-Kader versuchte, uns ein Bein zu stellen. Wir hatten mit Rafi Spuler nur einen höherklassigen Spieler dabei, aber er machte den Unterschied aus.“ Es gab Partien wie gegen den Spitzenreiter STV Baden, wo die Zurzibieter chancenlos blieben oder solche, die wegen mangelnder Erfahrung unentschieden endeten. Dafür resultierte in Brugg ein Auswärtssieg, was ihnen schon lange nicht mehr gelungen ist.

„Das Final-Four hat vor Weihnachten stattgefunden“, geht Lukas Erne nochmals auf das Cupabenteuer ein. „Wer weiss, das wäre sicher auch abgesagt worden. Klar, wir hätten im Halbfinal gegen den späteren Pokalgewinner HC Hopfenperle eine Riesen Portion Glück gebraucht. Trotz Verletzungsausfällen kamen wir anfangs Jahr gut in Fahrt. In Lyss hätte ich gerne beide Punkte mitgenommen. Die 11:28-Heimklatsche gegen Brugg tat weh, aber sie war förderlich. Jeder wusste, dass es einer Reaktion und Leistungssteigerung bedurfte.“ Er zeigt sich überzeugt davon, dass sie noch dreimal gewonnen hätten. Dies sei nicht respektlos gegenüber den Gegnern, denn es wären intensive Spiele geworden.

Eigentlich war vorgesehen, nach dem Saisonabschluss zwei Wochen locker zu trainieren und zu orientieren, wann und wie es weiter geht. Um am Dienstag- und Donnerstagabend mal andere Sachen zu machen, hätte es eine Pause gegeben. Die Geselligkeit ist genauso wichtig, von daher hätten sie bald wieder etwas gemeinsam unternommen. Es ist ganz anders gekommen, und der Virus gab den Takt vor. Für die Spieler wurde kein individueller Plan erstellt, jeder macht selber etwas Sportliches.

Ungewissheit und offene Fragen

Wie sieht die Vorbereitung auf die neue Saison aus? Darauf antwortet Lukas Erne: „Es ist schwierig, weil niemand weiss, wann wieder trainiert werden kann. Ich mache mir erst Gedanken, wenn es soweit ist. Mit „was, wäre und wenn“ habe ich zurzeit Mühe. Deshalb warte ich auf das „Go“ des Bundesrates, und dann packen wir es an.“ Zur Kaderplanung gilt es beizufügen, dass mit Jeffrey Nowakowski (U19 Inter) ein dritter Goalie dazukommt.

Zur Ungewissheit, was überhaupt zu erwarten ist, meint Lukas Erne: „Es gibt viele Fragezeichen, wie es grundsätzlich weitergeht nach der Corona-Krise und wann der Saisonstart erfolgt. Wir sind in derselben Gruppe eingeteilt, was es schon lange nicht mehr gegeben hat. Sonst wurde eifrig durchgemischt, sodass wir uns in einer neuen Situation befanden. Wir gehörten zwischenzeitlich zu den besten Teams, also ist der Druck auch ein bisschen höher. Als Sportler sind wir es uns gewohnt, dass nicht alles wunschgemäss verläuft. Aber momentan ist es schon ein bisschen abnormal.“