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Sa. 22.2.2020, 17.00 Uhr, Thun, Lachenhalle
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Unter die letzten Vier geschafft

Wenn am nächsten Wochenende der regionale Cupsieger in Aarau ermittelt wird, sind die Zurzibieter Handballer sogar durch zwei Männer-Teams vertreten.

(fs) – Es wird in die zwanzigjährige Geschichte vom HBZ – Kürzel für Handball Zurzibiet – eingehen, dass beide Aktivmannschaften soweit gekommen sind. Der erste Halbfinal findet am Samstagmorgen ab zehn Uhr in der Aarauer Schachenhalle statt. Dabei trifft der Drittligist SG Handball Zurzibiet auf den höherklassigen Gegner aus Würenlingen. Auf zwölf Uhr ist das Duell der jeweiligen Zweitliga-Tabellenzweiten HC Hopfenperle und SG Zurzibiet-Endingen angesetzt.

„Für uns wird es eine weitere Erfahrung, mit Druck vor einem oder besser zwei wichtigen Partien umgehen zu können“, meint Zweitliga-Trainer Lukas Erne. „Am Trainingseinsatz sieht man schon, dass die Jungs etwas reissen wollen.“ Sebastian Leitner – einer der beiden Spielertrainer – findet es toll, dass sie als Unterklassiger die Favoriten ärgern konnten. Dass auch in den nervenaufreibenden Verlängerungen nicht aufgegeben wurde und jeder für den anderen kämpfte, zeigte den Teamspirit.

Langer Weg bis ins „Final Four“

Die SG Zurzibiet-Endingen benötigte zu Hause gegen den Ligakonkurrenten HC Mutschellen zwei Verlängerungen, um mit 36:34 die erste Runde zu überstehen. Einfacher war das 43:23 im Viertelfinal bei den U19-Junioren von der SG Mutschellen/Muri. Beim 29:23 gegen den Drittliga-Tabellenführer in Frick kam Rafael Spuler mit 13 Toren auf eine rekordverdächtige Quote von 86 Prozent.

Zuerst setzte sich die SG Handball Zurzibiet gegen die SG Baden Handball mit 34:13 problemlos durch. Dann behielt sie nach 80 Minuten gegen den Zweitligisten HSG Lenzburg mit 40:38 die Oberhand. Gegen den STV Baden 2, dem verlustpunktfreien Tabellenführer in der Zweitliga-Gruppe 5, gab es wieder mit Heimvorteil ein ebenso langes Hitchcock-Finale. Das endete mit 32:30 zu Gunsten des Unterklassigen.

Trainerstimmen zur Auslosung

Ob er froh ist, nicht auf die M3-Equipe zu treffen, antwortet Lukas Erne: „Nein, ich hoffe sehr, dass es noch zu einem Ernstkampf kommt. Jeder Weg hätte über den HC Hopfenperle geführt. So wissen wir gleich, ob wir noch eine Chance auf den Cupsieg haben.“ Der Final wird am Sonntagabend ab halb acht Uhr an gleicher Stätte ausgetragen.

„Positiv am Direktduell wäre gewesen, dass egal bei welchem Ausgang ein HBZ-Vertreter weiterkommt“, sagt Sebastian Leitner. „Wir müssen an das Niveau aus dem Viertelfinal anknüpfen. Es ist nicht so einfach, den Spagat zu meistern. Man merkt, dass eine Liga höher mehr und qualitativ besser trainiert wird. Wenn wir es schaffen, mit der nötigen Motivation an die Sache heranzugehen und uns gegenseitig pushen, können wir über uns hinauswachsen.“

Eigene Gesetze im Regionalcup

Die Ausgangslage gegen den HC Hopfenperle, der aus reaktivierten Ex-Junioren und ehemaligen Nat. A-Spielern besteht und gegen den es vor Jahresfrist im Viertelfinal eine 22:26-Niederlage absetzte, beurteilt Lukas Erne wie folgt: „Es ist sicher das schwerste Los, das wir erwischen konnten. Die Aarauer werden uns mit all ihrer Routine und Abgeklärtheit vor Probleme stellen. In eigener Halle haben sie jedoch den grösseren Druck, denn Verlieren liegt für sie nicht drin.“

„Es wird ein harter Kampf“, blickt der zweite Spielertrainer Lukas Neff voraus. „Egal an welcher Stelle die Würenlinger klassiert sind. Sie spielen in der 2. Liga und sollten uns technisch, konditionell und in der Schnelligkeit überlegen sein. Wenn wir gegen sie bestehen wollen, müssen wir alles aus uns herausholen. Ich erwarte eine spannende und intensive Begegnung.“

Spassfaktor steht ganz oben

Angesprochen auf den Trainingsfleiss stellt Lukas Neff klar: „Der Spass ist bei uns tatsächlich wichtiger, was keineswegs bedeutet, dass wir nicht richtig trainieren. Wir haben eine gute Mannschaft beisammen, die super harmoniert. Die Gemeinsamkeit liegt darin, dass wir Freude am Handballsport haben und dies als Hobby weiter betreiben wollen, ohne grosse Ambitionen zu hegen.“ Die Zurzibieter Drittligisten finden die Balance zwischen Lockerheit und Verbissenheit. Auf dem Platz geben sie Vollgas, es wird aber auch eine Niederlage akzeptiert. Wenn es läuft und das Zusammenspiel funktioniert, macht es immer noch am meisten Freude.

Welche Rolle kommt diesmal Rafael Spuler zu, welcher dank der Talentförderlizenz wieder zur Verfügung steht? „Als Leader nimmt er sie an“, ist sich sein Trainer Lukas Erne bewusst. „Er wird uns mit seiner Erfahrung und Präsenz unterstützen. Allein kann er nicht gewinnen. Er braucht ein Team, das sich für nichts zu schade ist.“