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Nationalliga A, Meisterschaft
Mi. 14.12.2019, 20.15 Uhr, GoEasy, Stat. Siggenthal
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Nach neun Runden auf Platz zwei

Obwohl der Punktverlust in Biberist zur Kategorie „unnötig“ zählt, können die Zurzibieter Zweitliga-Handballer mit dem Vorrundenverlauf mehr als zufrieden sein.

(fs) – Am letzten Samstag gab es eine Duplizität. Während Rafael Spuler, der über eine Talentförderlizenz verfügt, der HSG Siggenthal/Vom Stein im 1. Liga-Spitzenkampf gegen Leimental mit fünf Treffern in Folge einen Punkt rettete, erlitten seine HBZ-Kollegen in Biberist das Gegenteil. Hat er es für möglich gehalten, dass sie Ende November bereits 13 Zähler aufweisen? Dazu meint der Zurzibieter Teamleader: „Nein. Ich dachte, wir sind im Mittelfeld klassiert. Es ist höchst erfreulich, in der Tabelle so weit oben und auch noch im Cuphalbfinal zu stehen.“

Den Zusammenhalt erachtet er als super, und die Neuen wurden gut integriert. Diese übernehmen schon viel Verantwortung. Die Mannschaft spielt seit einigen Saisons grösstenteils zusammen. Sie hielt dem jeweiligen Druck stand, was drei knappe Siege, drei Unentschieden und zwei enge Cuppartien unterstreichen. Es wurden Punkte geholt, die früher meistens verloren gingen. Das 24:24 in Biberist soll ein „Lehrblätz“ sein.

Mit blauem Auge davongekommen

Trotz Schwächephasen vor der Pause und am Ende hat es gegen den punktgleichen HS Biel gereicht, um auf den zweiten Rang vorzustossen. Den Zurzibietern wurde fast zum Verhängnis, dass sie den Sack nicht zumachten. Fünfeinhalb Minuten vor Schluss schien die Sache geritzt. Danach überstürzten sich die Ereignisse, als die nur zu acht angetretenen Gäste der Ausgleich schafften. Lag es am jugendlichen Leichtsinn oder an der mangelnden Erfahrung? Jedenfalls gelang mit dem letzten Angriff der umjubelte Treffer zum 27:26.

Als die Hallenuhr 59:59 Minuten anzeigte, kamen die Einheimischen nach einer weiteren Parade von Yanick Braun in Ballbesitz. Beim Unterbruch gab es ein Handgemenge, was für den involvierten HBZ-Spieler zum Platzverweis führte. Weil das in die Kritik geratene Schiedsrichter-Duo auf die blaue Karte verzichtete – gleichbedeutend mit einer Sperre – und dem Regelbuch entsprechend keinen Penalty pfiff, blieb es bei der knappst möglichen Führung. Fazit nach der turbulenten Endphase: Nochmals Glück gehabt!

Weiterhin auf der Erfolgsspur

Die Aufgabe in Lenzburg – am Dienstagabend ab halb neun Uhr – entschied die SG Zurzibiet-Endingen mit einem Steigerungslauf zu ihren Gunsten. Wenn‘s läuft, dann läufts! Dies traf im wahrsten Sinne des Wortes zu, nachdem ein veritabler Fehlstart hingelegt wurde. Als die Gäste mit 2:7 ins Hintertreffen gerieten, schienen auch sie im Match angekommen zu sein. Das Resultat konnte mit einem Zwischenspurt ausgeglichen gestaltet werden. Da es in der Verteidigung noch zu viele Lücken gab, blieb es beim knappen Pausenvorsprung.

Gleich nach Wiederbeginn hatte die HBZ-Truppe ihre besten Momente. Mit einfachen Toren und solider Defensivleistung wurde der Gegner auf Distanz gehalten. Im Vergleich zum letzten Mal liess sie nichts mehr anbrennen. Trotzdem vermochte der Heimklub mit dem 29:31 noch etwas Resultatskosmetik zu betreiben. Das änderte nichts daran, dass mit dem zweiten Auswärtssieg die Serie anhielt. Für eine gewisse Spannung war gesorgt, was offensichtlich zum Lernprozess gehört.

Sieg aus den Händen gegeben

Die Zurzibieter brachten sich um den Lohn der weiten Anfahrt nach Biberist, wo sie sich nach der klaren Führung mit dem 24:24 begnügen mussten. Der Gegner sprach von einer Willensleistung, den Ausgleich neun Sekunden vor Schluss geschafft zu haben. Damit war der Tabellenzweite bedient. Auch der 19-jährige Rückraumspieler Cedric Frei tat sich schwer, eine Erklärung zu finden. „Wir waren zu ideenlos, was durch einfache Gegentore bestraft wurde. Jeder dachte, den Vorsprung wie in den vergangenen Begegnungen über die Zeit zu bringen. Wir leisteten uns unnötige Ballverluste und trafen falsche Entscheidungen. Das ist sicher eine Sache der Unerfahrenheit. Aber es soll eine Lehre sein, dass sowas mal passiert.“

Auf die Frage, ob es bis zum 8:1-Blitzstart zu einfach ging, antwortete Cedric Frei: „Ich denke kaum. Hinten standen wir sehr gut, was auch ein Verdienst von Goalie Jonas Graber war. Dadurch konnten die Gegenstösse ausgelöst und erfolgreich abgeschlossen werden.“ Mit der eigenen Leistung zeigte er sich nicht so zufrieden. Er nahm sich im Angriff zu viele schwierige Würfe. Hingegen provozierte er dank seiner Aufsässigkeit manchen Ballverlust.