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Nächstes Handballspiel

Nationalliga A, Meisterschaft
Sa. 16.11.2019, 18.00 Uhr, GoEasy, Stat. Siggenthal
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Ausser Spesen nichts gewesen!

Die Zuschauerränge in der Eichli Halle in Stans waren sehr gut besetzt, die Stimmung gelöst, die Endinger Fans erfreulich zahlreich angereist. Doch fünf Minuten vor dem erwarteten Anpfiff die Meldung des Speakers "Ich muss Ihnen eine traurige Meldung machen."

Die Nachricht dann wurde mit allgemeinem Unverständnis aufgenommen. "Das Spiel kann nicht stattfinden, die Schiedsrichter sind nicht erschienen." Kopfschütteln, Ungläubiges Staunen. Die Handballfans blieben auf den Rängen, die Spieler auf der Platte tiegerten weiterhin aufgeputscht umher, doch es tat sich nichts. Kein Schiedsrichter weit und breit. Wie es dazu kommen konnte, war am gestrigen Abend Thema bei allen Anwesenden. Ersten Meldungen zufolge war ein Missverständnis zwischen Schiedsrichter und zentraler Planungsstelle des SHV (Schweizerischen Handballverbandes) wohl die Ursache. Genauere Abklärungen werden folgen.

Die Verantwortlichen des BVS Stans taten alles Erdenkliche, um die Fans bei Stimmung zu halten. So zeigten beide Teams ein kurzes Plauschspiel, in dem sie die Spritzigkeit ihres Sports und ihre Freude daran zeigten. Lukas Riechsteiner liess sich nach verschossenem Gegenstoss auf den Boden fallen und machte die im Training geforderten Straf-Liegestütze. Simon Wittlin alberte als 7. Feldspieler zeitweise herum und Trainer Zoltan Majeri zeigte unter schallendem Gelächter auf der Bank taktische Spielzüge auf seinem Klemmbrett. Die Mannschaften machten gute Miene zum bösen Spiel.

Alle Handballfreunde waren sich einig, so eine blamable Vorstellung in der Planung hatten keiner je erlebt. "Ich bin seit mehr als dreissig Jahren dabei, so etwas ist mir noch nie passiert" ärgerte sich Trainer Martin Pauli. Von Unprofessionalität war die Rede, von Planungsschwächen. Es bleibt zu hoffen, dass der SHV die Abklärungen zu diesem Fall wirklich ernsthaft angehen wird.

Ernst sind die Konsequenzen für beide Teams, die sich nichts vorwerfen können. Hohe angefallene Kosten auf beiden Seiten sorgen für rote Köpfe. Der sehr enge Terminkalender wird das notwendige Ersatzspiel nicht so leicht planen lassen.