TV Endingen




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HC Kriens-Luzern

Nächstes Handballspiel

Nationalliga A, Meisterschaft
Sa. 31.8.2019, 18.00 Uhr, GoEasy, Station Siggenthal
Matchblatt





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Martin Pauli – eine Legende des Schweizer Handball ist nicht mehr.

Martin Pauli ist nach schwerer Krankheit am 30. April verstorben.

Das Team und der Staff des TV Endingen sind tief betroffen und traurig. Wir sprechen der Trauerfamilie unser herzlichstes Beileid aus.

Pauli war zusammen mit Zoltan Cordas über sieben Jahre Torhütertrainer der 1. Mannschaft. Er hat Torhütergrössen wie Dominic Rosenberg oder Dario Ferrante begleitet, geformt, unterstützt, gefördert und gefordert. Zusammen mit Cordas wechselte Pauli für eine kurze Zeit zum TV Möhlin. Nachdem sich Cordas nach Österreich wechselte, kam Pauli wieder zum TV Endingen zurück.

Die Handballbegeisterung wurde Martin Pauli in die Wiege gelegt. Sein Vater Godi Pauli war Bezirkslehrer in Buchs und Mitgründer des HV Rotweiss Buchs. Vater Pauli, als Aktiver NLA-Grossfeldhadballer, amtete auch als Nationaltrainer. Martin stand im Tor des HV RW Buchs. Nach der Aktivkarriere war er beim TV Zofingen (damals noch in der NLA mit Spielern wie Zlatko Portner und Lukas Loretz) tätig, einen ersten Karrierehöhepunkt erlebte er beim TV Suhr, wo er mit dem koreanischen Nationaltorhüter Suik Huong Lee („Suki Lee“) zwei Mal Schweizer Meister wurde. Durch „seine Schule“ gingen auch andere bekannte Torhüter wie Claudio Boccarelli und Raphael Aeberhard, später ein starkes Duo beim TV Endingen (Dario Ferrante, Dominik Rosenberg), oder Andi Merz (Thun) und Tobias Wipf (Stäfa). Als Torhütertrainer der Nationalmannschaft arbeitete er mit dem Suhrer Dani Lehmann, dem Zofinger Patrick Bläuenstein, den Baslern Pascal Stauber und Rolf Dobler und anderen Grössen wie Christian „Meischti“ Meisterhans oder Antoine „Öntu“ Ebinger zusammen. Die Liste ist nicht abschliessend.

Seine Krankheit zeichnete ihn zusehends, doch die Liebe zum Handballsport und die Erfüllung in seiner Tätigkeit machte ihn kräftiger und widerstandsfähiger, als mancher dachte. Martin Pauli verpasste kein Training, er forderte seinen Körper heraus und dasselbe forderte er auch von seinen Schützlingen. Die beiden Torhüter Christophoros Nungovitch und Dennis Grana entwickelten sich hervorragend. Mit viel Empathie begleitete er nicht nur die Torhüter, er nahm Anteil am Geschehen im ganzen Team. Diese väterliche, freundliche aber bestimmte Art machte Martin Pauli aus. 

Pauli war eine starke Persönlichkeit, er ging seinen Weg konsequent. Für den Handballsport, für die Jugend stellte Pauli vieles andere hinten an. Das Team des TV Endingen schätzte Martin Pauli sehr und war stolz, ihn als Unterstützer zu wissen. Martin Pauli wollte die Playoffs unbedingt noch im Krankenbett mitverfolgen können, dieser letzte Wunsch wurde ihm nun nicht mehr vergönnt. Wir nehmen Abschied von einem feinen Menschen und guten Freund.