Trotz allem eine positive Bilanz…!

Für die Zurzibieter Zweitliga-Handballer ist es eine wechselhafte Vorrunde gewesen. Sie haben sich als Siebtplatzierte einen Abstand nach hinten verschaffen können.

(fs) – „Letztlich ein deutliches Resultat; weiterhin auf der Suche; ersten Saisonsieg errungen; den Favoriten ärgern können; mit gestärktem Selbstvertrauen gewonnen; mit zwei weiteren Punkten belohnt; nichts zu holen bei Borba Luzern; vorgerückt auf Platz Nummer 5; weitere Erfahrungen gesammelt; Auswärtsniederlage mit Ansage; Big Points zum Jahresende.“ So lauteten die einzelnen Schlagzeilen in der Innerschweizer Gruppe, welche für die SG Zurzibiet-Endingen absolutes Neuland bedeutete. Aus den elf Ernstkämpfen resultierten genau ein Dutzend Punkte, womit ein Mittelfeldplatz herausschaute. Die kurze Vorbereitungszeit – bedingt durch die zahlreichen Abgängen und den vakanten Trainerposten – wirkte sich negativ aus. Dennoch blieb die Konkurrenzfähigkeit gewahrt, was für die unerfahrene Equipe keineswegs  selbstverständlich war.

Forfaitsieg zugesprochen

Ende Oktober 2018 entschied die Verbandsstelle, die 20:26-Heimniederlage gegen den TV Dagmersellen in ein 10:0 umzuwandeln. Beim jetzigen Tabellenzweiten wurde ein nicht spielberechtigter Akteur eingesetzt. Damit kam das Team vom Trainerduo Tom Schellenberg und Stefan Keller zu einem unverhofften Punktepaar. Umso länger dauerte es, bis die Aenderung auf der offiziellen SHV-Rangliste nachgetragen war. Es bedurfte einige Anläufe, um die Unklarheiten zu beseitigen. Hingegen ging das Cup-Abenteuer im Viertelfinal zu Ende. Beim starken HC Hopfenperle mussten sich die Zurzibieter mit 22:26 geschlagen geben.

Steinigen Weg zu bewältigen

Rückraumspieler Rafael Spuler, der sich mit der Nummer 28 als Topskorer den nötigen Respekt verschafft hat, beurteilt den Vorrundenverlauf wie folgt: „Natürlich bin ich froh, dass wir von elf Ernstkämpfen deren sechs gewinnen konnten. Aber es gibt noch sehr viel Steigerungspotenzial.“ Auch er ist überrascht, wie es nach der schwierigen Saisonvorbereitung gegen die unbekannten Widersacher gelaufen ist. In Anbetracht dessen, dass die Mannschaft komplett neu zusammengestellt wurde und alles andere als ideal trainierte, fiel die Ausbeute eigentlich über Erwarten gut aus. Es handelte sich um eine verzwickte Situation, was den Anspruch und die Realität betraf. Insofern ist Zweckoptimismus durchaus angebracht. Aber es braucht ganz einfach Zeit.

Eine Art Identifikationsfigur

Wie er die ungewisse Zukunft im Sommer erlebt hat, als es sozusagen auf der Kippe stand, antwortet Rafael Spuler: „Davon habe ich nicht viel mitbekommen, da ich zwei Monate lang auf Reisen war.“ Jedenfalls gestaltete sich die Vorbereitungsphase alles andere als wunschgemäss, mit den Rücktritten und Abgängen sowie der Trainer- und Spielersuche. Die sechs Partien, wo er dabei gewesen ist, wurden allesamt gewonnen. Als knapp 22-jähriger vermochte er wortwörtlich mit seiner Routine zu helfen. Seit dreieinhalb Jahren gehört er der HBZ-Truppe an, und mit einigen spielt er schon von klein auf. Er probiert, die Jungen zu unterstützen wo es nur geht und seine Erfahrung weiterzugeben. Aus sportlicher Sicht erwies sich die Abgeklärtheit im Abschluss als besonders wertvoll.

Bisher unter einen Hut gebracht

Die Belastung mit der Doppellizenz – beim Erstligisten HSG Siggenthal/Vom Stein Baden in der Stammformation figurierend – klappte für Rafael Spuler ganz gut. Er konnte einmal wöchentlich mittrainieren und sechs Meisterschaftspartien bestreiten. Der Trainingsbetrieb wurde durch Absenzen jeglicher Art beeinträchtigt. Auf die Frage, ob dies auch zukünftig genügt, lautet seine Antwort: „In der Rückrunde müssen alle eine Schippe drauflegen, um mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben. Man merkt jedoch, dass die Mannschaft nicht wirklich eingespielt ist, weil sie zu wenig lang zusammenspielt und trainiert. Wenn wir daran arbeiten, kommt der Rest von selbst.“

Fortsetzung nach den Festtagen

Im neuen Jahr stehen gleich drei Termine auf dem Programm: Samstag, 5. Januar 2019, um 19:00 Uhr auswärts beim STV Willisau; Samstag, 12. Januar 2019, um 18:30 Uhr gegen den BSV Stans 2 in der Halle Zurzach; Samstag, 19. Januar 2019, um 14:30 Uhr auswärts bei der SG Handball Seetal. Danach erfolgt für die Zurzibieter ein fünfwöchiger Unterbruch.