TV Endingen




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TV Birsfelden

Nächstes Handballspiel

CH-Cup Männer
Do. 18.10.2018, 20.00 Uhr, GoEasy, Station Siggenthal
Matchblatt





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Es muss die "Finalissima" sein!

Ein ausgeglichenes Spiel über gute vierzig Minuten, das an Spannung kaum zu überbieten war, spielte sich am letzten Samstag in der GoEasy Arena ab. Das Spiel drehte immer wieder, kein Team konnte sich mit mehr als zwei Treffern absetzen. Am Ende verfügte der TV Endingen nicht mehr über alle notwendigen Kräfte, um den "Matchball" noch zu erreichen. 

Die Stimmung in der Halle war von der ersten Spielminute an hervorragend. Es waren zwar weniger Handballfans als vor zwei Wochen in der Halle, doch die Stimmung war ausgezeichnet. Die Fans unterstützten ihr Team bis zur letzten Minute.

Die Partie startete mit Nervosität auf beiden Seiten. Beide Teams hielten sich nicht zurück, spielten schnell, deckten offensiv und kämpften verbissen. Die Tore fielen, doch beide Abwehrketten hielten dem Druck stand. Gabor Busa trieb seine Vorderleute immer wieder zu schnellerem Umschalten an. Er hatte seinen Kasten im Griff, konnte gegen die Strafwürfe aber nichts ausrichten.

Die Endinger leisteten sehr gute Abwehrarbeit. Sie verschoben schnell, liessen die Gäste von GC Amicitia Zürich nicht auflaufen und hatten die Topscorer gut im Griff. Vorne liess die Chancenauswertung eher zu wünschen übrig. Nach zwei verpassten klaren Gelegenheiten gerieten die Endinger in eine erste Rücklage. Der eindeutige Drang aufs Tor war nicht immer erkennbar, zu schnell liessen sich einige Spieler im Abwehrblock vom Schuss abhalten. Nach der "Aufwärmphase" in den ersten zwanzig Minuten löste sich der Knoten ein wenig, ein schnelles, tolles Umschaltspiel gelang und die erste Welle schloss erfolgreich ab. Dies war die Initialzündung für ein erstes Aufbäumen und Leonard Pejkovic gelang der erste Ausgleichstreffer. 

Tolles Torhütergespann

Gabor Busa erfüllte seine Aufgabe mit grossem Engagement, er trieb seine Leute an. Claudio Boccarelli verhinderte einen Strafwurf und es waren wieder die beiden Torhüter, die die Tribüne zum kochen brachte. Boccarelli wurde am Spielende unter Standing ovations von Christian Villiger verabschiedet. Mit seiner Ruhe, Erfahrung und seiner Freude am Handball hatte er in der vergangenen Saison das Team massgebend unterstützt und vorangebracht.

Fünf Minuten vor Pausenpfiff gelang Noah Haas der erste Führungstreffer. Diese Führung gaben die Endinger nicht mehr ab und mit einem äusserst engen 8:7 ging es in die Kabinen. 

Die Endinger starteten konzentriert und konnten mit Glück den Vorsprung um einen Treffer ausdehnen, doch der Knoten vorne wollte sich nicht lösen und so glichen die Gäste bereits nach drei Minuten wieder aus. Die Endinger mussten eine kurze Phase der Unsicherheit überwinden. GC nutzte die Gelegenheit und zog auch mit zwei Treffern weg. Es schien, als könnte sich Endingen fangen, denn es gelang die Aufholjagd zum erneuten Ausgleich. 

Das Spiel blieb nervenaufreibend spannend. Nervenstark bauten die Endinger erneut die Führung aus, doch es stellten sich wieder kleine Unkonzentriertheiten ein. Ungenaue Zuspiele, Ballverluste und halbherzige Angriffe reichten nicht aus, um die Gäste zurückzubinden. Im Abnützungskampf konterte Endingen zwar eins ums andere Mal, es herrschte Druck auf allen Positionen. GC entwickelte aber einen grösseren Druck und es gelang der Mannschaft einen Vorsprung herauszuarbeiten, den die Endinger nicht mehr einholen konnten. Es fehlte an Kraft und letzter Konsequenz. 

So musste der TV Endingen sich mit einem 17:21 verabschieden und verpasste den zweiten "Matchball". Im Best of five der Playoutreihe kommt es nun zum 5. und entscheidenden Spiel am kommenden Sonntag in der Saalsporthalle Zürich.

TV Endingen - GC Amicitia Zürich  17:21 (8:7)

GoEasy Arena Siggenthal-Station, 1280 Zuschauer, SR Jergen, Zaugg.

TV Endingen: Busa, Boccarelli; Adamcic (1), Baumann, Feldmann, Haas (1), Huwyler (1), Knecht (1), Kündig (5), Mallien,Pejkovic (3), Riechsteiner Chr. (2), Riechsteiner L., Schubnell (2), Sudzum (1), Wittlin.

GC Amcitia Zürich: Ineichen, Schelling; Dannmeyer (4), Frietsch, Heyme (2), Klampt,  Koller (2), Lazlo (1), Leitner (4), Muggli (6), Pocz-Nagy, Pospisil (1), Quni, Sartisson, Schafroth (1), Zildzic.

 

Bilder: Pedro Gisin und Alex Wagner