Dem Gegner in die Karten gespielt

Weil die Zurzibieter zu fehlerhaft gewesen und spät erwacht sind, mussten sie sich beim Abstiegskandidaten SG TV Pratteln NS 2 mit 26:29 geschlagen geben.

(fs) – Damit ist auch der Vizemeistertitel flöte gegangen! Wer nach zwanzig Minuten bei den an vorletzter Stelle klassierten Basellandschäftlern mit neun Toren Differenz zurückliegt, läuft unweigerlich Gefahr, mit leeren Händen dazustehen.

Der SG Zurzibiet-Endingen wurden die eigenen Unzulänglichkeiten zum Verhängnis, was sich seit anfangs Jahr angedeutet hat. Diese Niederlage ist eine zu viel, denn die stark aufkommende SG Magden/Möhlin holte sich mit einem klaren Heimsieg endgültig den zweiten Tabellenrang. Dieser berechtigt zur Teilnahme an der 1. Liga-Aufstiegsrunde. So weist der letzte Ernstkampf – am nächsten Samstag, um 18:00 Uhr in der Halle Bad Zurzach gegen das Schlusslicht TV Stein – nur noch statistischen Wert auf. Es geht wortwörtlich um die „goldene Ananas“, um wenigstens den dritten Gruppenplatz zu behalten.

Das war der Anfang vom Ende…!

Mit einem Abstand von zwei Tagen versuchte Stammgoalie Fabian Spuler die ungenügende Leistung in Pratteln einzuordnen: „Wir konnten vorne und besonders hinten den Erwartungen nicht gerecht werden. Es gelang uns nicht, die Vorgabe von Trainer Michi Spuler, nicht gleich einen grossen Rückstand einzufahren, in die Tat umzusetzen. Es lief sozusagen alles schief. Das Hauptproblem war die Abwehr, vor allem die Abstimmung zwischen ihm und seinen Vorderleuten. „Die gegnerischen Angreifer erwischten uns oft in der Blockecke, worauf ich mich konzentrierte. Ich konnte kein Selbstvertrauen mit einfachen Bällen tanken.“ Von 13 Würfen parierte er nur zwei, was einer Quote von 16 % entsprach. Dazu gab es nichts schönzureden. Deshalb erfolgte ein früher Wechsel auf der Torhüterposition. Yanick Braun gab der instabilen Verteidigung am Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Hälfte das nötige Selbstvertrauen.

Wende nicht mehr geschafft

Auf die Frage, weshalb die sich bietende Gelegenheit ungenützt blieb, meinte Fabian Spuler: „Wir kamen eigentlich gut aus der Kabine, und unser Spiel funktionierte etwas besser. Bis zur 40. Minute verkürzten wir auf 17:19.“ Damit war der Ausgang wieder völlig offen. Weil die HBZ-Truppe eklatante Konzentrationsmängel zeigte und ins alte Fahrwasser geriet, ging es nicht im gleichen Stil weiter. Die konsequente Deckung liess merklich nach, und die Topchancen wurden reihenweise vergeigt. Zweifellos hat der kampfstarke Gastgeber aus seinen Möglichkeiten das Beste herausgeholt und die Gunst der Stunde genutzt. Aber die favorisierten Zurzibieter müssen sich an der eigenen Nase nehmen, irgendwie haben sie sich selber geschlagen. Nicht nur bei ihnen lichteten sich die Reihen, auch die Konkurrenz läuft nach der langen Saison auf dem Zahnfleisch.

SG TV Pratteln NS 2 – SG Zurzibiet-Endingen 29:26 (15:9)

Halle KSZ, Pratteln – 30 Zuschauer
SR: Meili / Kamber

Zurzibiet-Endingen: Spuler Fabian (1.-23.), Braun Yanick (24.-60.); Binder Dave (6), Busch Marcel (2), Erne Lukas, Feldmann Maxi (4), Grossrieder Nick (1), Indri Fabio (2), Müller Jêrome, Spuler Rafael (6), Tatti Fabrizio (5/4).