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Nächstes Handballspiel

Nationalliga A, Meisterschaft
Sa. 2.11.2019, 17.30 Uhr, AXA Arena, Winterthur
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Den Ligaprimus hart gefordert

Die Zurzibieter haben sich mit dem TSV Frick auf Augenhöhe bewegt, aber zuletzt ist dieser seiner Reputation vor eigenem Anhang doch noch gerecht geworden.

(fs) – So nahe dran sind wir noch nie gewesen! So lautete der allgemeine Tenor nach dem Gipfeltreffen zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten, welche durch fünf Verlustpunkte getrennt waren. Der tollen Kulisse von 200 Zuschauern wurde eine hochstehende Begegnung geboten, die auf Messers Schneide stand und beste Propaganda für den 2. Liga-Handball darstellte. An Schluss haben Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entschieden.

Dass sie trotz gewichtigen Absenzen die Herausforderung annahmen und den Favoriten in Bedrängnis brachten, beurteilte Topskorer Rafael Spuler wie folgt: „Wir haben alles versucht, um unser Potenzial abzurufen. Die Fricker vermochten sich durchzusetzen, weil sie in den entscheidenden Momenten konstanter waren.“ Zudem wurde in der hektischen Endphase die Möglichkeit verpasst, eine vierminütige Ueberzahl zu den eigenen Gunsten umzumünzen. Nach Ballverlusten und technischen Fehlern – auch von ihm – liessen sich die Gastgeber nicht zweimal bitten. Damit war der Fall geritzt und die Chance vergeben, den übermächtig scheinenden TSV Frick zu bezwingen.

Sofort ein Zeichen gesetzt

Der jungen HBZ-Truppe gelang es, einen guten Start hinzulegen und Sicherheit in die eigenen Reihen zu bringen. Das war bei der klaren 28:36-Niederlage in der Vorrunde anders, als sie von den Gästen förmlich überrannt wurden und danach kein Mittel mehr fanden. Diesmal konnten sie ständig vorlegen. Die Verteidigung machte einen kompakten Eindruck, zumal Goalie Fabian Spuler gleich drei Siebenmeter parierte. Im Angriff liessen sie den Ball schnell laufen, was zu relativ einfachen Treffern führte. Unmittelbar vor der Pause wurde ein Rückstand von drei Toren eingefangen. Dabei bestrafte der merklich aufkommende Gegner postwendend jede Unaufmerksamkeit. So war der 11:14-Halbzeitstand aus eigener Sicht ein schlechter Lohn für den beherzten Auftritt.

Noch einmal herangekämpft

Mit der taktischen Anweisung vom Trainer – vermehrt die zweite Welle zu forcieren – begann der zweite Durchgang. Auf dem Platz sah es vorerst wenig vielversprechend aus, denn die Zurzibieter gerieten mit fünf Längen in Rücklage. Obwohl sich die anderen Rückraumschützen zu viele Fehlwürfe leisteten, gelang mit vereinten Kräften in der 45. Minute der Anschluss. Es schien jeder Ausgang möglich, denn die Gäste witterten Morgenluft. Dies umso mehr, als der gegnerische Shooter die rote Karte erhielt. Doch wie eingangs erwähnt blieb die Gelegenheit ungenützt, selber in Führung zu gehen. Dazu meinte Rafael Spuler: „Es lag kaum am zu grossen Kräfteverschleiss, denn auch die Fricker spielten nur mit sieben bis acht Akteuren durch.“ Vielmehr müssen sie sich an der eigenen Nase nehmen, dass der numerische Vorteil nichts eintrug.

Traumwert von 90 % erreicht

Die beeindruckende Trefferquote und seine eigene Leistung schätzte Rafael Spuler mit einer gewissen Selbstironie ein: „Ich habe sicher keinen schlechten Tag erwischt. Es lag aber auch an den Mitspielern, die mich bestens unterstützt und ideal in Szene gesetzt haben.“ Der positive Gesamteindruck sowie die Erkenntnis, gegen einen solch harten Brocken über 60 Minuten mithalten zu können, gibt Mut und Zuversicht für den Saison-Endspurt. Bis Mitte April 2018 stehen noch sechs Ernstkämpfe – davon zwei zu Hause – auf dem Programm.

Nächstes Spiel: Samstag, 3. März 2018, um 17:00 Uhr auswärts gegen den zehntplatzierten HC Vikings Liestal. Dieser hat zu Saisonbeginn gegen den TSV Frick bisher als einziger ein Unentschieden errungen.

TSV Frick – SG Zurzibiet-Endingen 25:23 (14:11)

Halle Ebnet, Frick – 200 Zuschauer – SR: Hitz/Lämmler – Torfolge: 1:2, 4:4, 5:6, 8:8, 9:10, 14:11, 17:13, 18:17, 20:19, 22:20, 23:21, 25:23.

Zurzibiet: Spuler Fabian (1. - 30.), Braun Yanick (31. - 60.); Binder Dave (3), Bürli Pascal, Erne Lukas, Feldmann Maxi, Indri Fabio (1), Meier Pascal (6), Müller Jerôme (1), Spuler Rafael (10/3), Spuler Florian, Strittmatter Benedikt (2).